Die Microsoft-Frage aus den Referer-Keywords
Dank der Referer von Google und Yahoo weiß ich wie man meinen Blog gefunden hat, durch welche Artikel ich besonders hervorsteche, und mittlerweile auch wie man das noch besser ausbauen kann. Auf Yahoo bin ich beispielsweise mit dem Keyword "Domainsichtbarkeit" seit Wochen auf Position 2 zu finden.In der Administration hätte ich zur Zeit noch einiges zu tun, damit ich meine neue Version nun endlich auch in den anderen Blogs veröffentlichen kann, aber wenn man den ganzen Tag dieser Beschäftigung nachgegangen ist, kommen wohl diese Zeitpunkte an denen man lieber in einer Schrift schreibt, in der das andere auch lesen können. Vielleicht ist auch die Müdigkeit ein wenig Schuld an der Unlust. Diese verhindert natürlich auch hundertprozentige Rechtschreibung, die man an den Tag legen könnte. Vergessen darf man dabei aber auch nicht dass ich eigentlich im Backend tätig bin, und Rechtschreibung keine Rolle spielt. Die Variable muß nur bei jeder Verwendung gleich heißen, und außerhalb der Klasse muß man mit einem $obj_class-> statt dem $this-> auf die Methode zugreifen. Ich vergaß, Feierabend.
Was mich eigentlich zu diesem Artikel verleitet hat, ist, dass ich ein seltsames Keyword in meiner Referer-Liste bemerkt habe, welches eigentlich mehr ein Keywordsatz ist, der bei Google eingegeben wurde: "warum willl microsoft unbedingt internet explorer". Stellt sich diese Frage wirklich?
Es ist doch nicht nur eine Sache der Ehre wie stark man im Browsermarkt dominiert, auch wenn man Browser kostenlos herunterladen und verwenden kann. Sie liefern dem jeweiligen Ersteller wichtige Daten, wenn diese dieses möchten. Google`s neuer Browser Chrome hat beispielsweise eine eindeutige ID, mit der man unterwegs ist, wenn man sich im Internet bewegt. Daher weiß Google genau wo man ist, woher man kam. Dieses macht uns mit der Zeit zu einem absolut gläsernen Menschen. Der Firefox ist OpenSource. An diesem Mozilla-Projekt arbeiten viele Tausende Menschen in ihrer Freizeit, und entwickeln einen noch sichereren Browser, der sich an die Webvorgaben des W3C hält, um das Internet so zu zeigen, wie es aussehen soll, wie die Entwickler der Seiten, das Internet aussehen lassen möchten. Microsoft hat also nicht nur die Ehre zu verlieren den meistgenutzten Browser auf dem Markt zu haben. Nachdem ihre Suchmaschine msn und live schon die Vollflops waren, und auch die nächste sicherlich nicht sehr viel besser sein wird, hat Microsoft zu befürchten dass nach dem alternativen Browser auch das alternative Betriebssystem stärker in den Vordergrund tritt. Bisher hat Microsoft auf dem Markt der Betriebssysteme ganz klar die Nase vorn, aber wie lange kann man das noch halten ist die Frage, welche sich wohl im Hause Redmond immer wieder gestellt wird. Daher versucht man natürlich in jedem Markt so gut wie möglich zu dominieren, und weder beim Media-Player noch beim Internet Explorer Nutzer zu verlieren, und an die Konkurrenz zu verlieren. Zusätzlich gehen mit dem weiteren Verschwinden des Microsoft-Browsers viele Daten verloren mit denen Microsoft Geld verdienen kann.
Das weitere Verschwinden des IE wird aber nicht zu verhindern sein, denn alle, die den Browser bisher immer noch verwenden sind Menschen, die eben auf die Art Denken, dass es schon immer so gewesen ist, und warum man es denn ändern sollte. Am Ende der 70er Jahre war es ziemlich selten, dass man an einem Computer gearbeitet hat. Damals hieß es, dass sich das niemals durchsetzen wird. In Deutschland arbeiten aktuell über 56% aller Menschen an einem Computer. Viele Maschinen, die vor Jahren noch recht manuell oder mechanisch gearbeitet haben, werden heute gesteuert von Microchips. Genauso hieß es mal, dass eines Tages Bücher verschwinden werden, wenn das Internet diese Informationen erst verbreitet. Das Gegenteil ist passiert. Das Internet läßt den Analphabetismus verschwinden und sorgt dafür, dass Menschen mehr Bücher lesen als jemals zuvor, schon weil es am Monitor recht unbequem ist.
Es ist also einfach nur Faulheit wenn man weiterhin auf den Internet Explorer zurrückgreift, und weil man nicht weiß, was einem bei einem alternativen Browser erwartet. Was der Bauer nicht kennt, dass frisst er nicht, ist eine alte Regel, die immer wieder zutrifft. Allerdings muß ich zugeben, dass ich in einer großen Firma nicht auf jedem Rechner einen alternative Browser wie den Firefox installieren möchte, damit die Mitarbeiter sicherer oder schneller arbeiten können, da der Aufwand einfach viel zu hoch wäre. Um per Microsoft-Active-Directory, welches ehemals von Novell kopiert wurde, ein Programm netzwerkweit zu verbreiten und zu installieren, braucht es eine msi-Installationsdatei, welcher natürlich bei einem Programm wie dem Firefox von Microsoft nicht vollständig vertraut wird. Da müßte wohl der Administrator teilweise noch selbst Hand anlegen an vielen Rechnern. Daher kann ich es dort vollkommen nachvollziehen, warum die Verbreitung des Internet Exlorers dort noch immer sehr hoch ist.
Da bin ich froh, dass ich auf die Browser zurückgreifen kann, auch an meinem Arbeitsplatz, die ich nutzen möchte, wie den Firefox 3 und aus Geschwindigkeitsgründen den Apple Safari. Natürlich ist der Firefox auch sehr schnell, aber ich habe mir mittlerweise so viele AddOns installiert, dass man von dem Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem Internet Explorer nicht mehr sehr viel bemerkt. Dafür sehe ich mit diesen AddOn-Tools viele Dinge, die man als Entwickler einfach benötigt.
Der Artikel wurde am 09.04.2009 von Stefan Kremz veröffentlicht.
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