3 Jahre gibt es nun unser Pfandsystem
Seit nun ganz genau 3 Jahren gibt es unser derzeit aktuelles Pfandsystem: Fluch oder Segen?Ist Dosenpfand ein Grund zum Feiern oder zum Abschaffen dieser schlechten Gewohnheit. Was bringt ein nationaler Pfand in einer globalen Welt und einem vereinigten Europa, in dem fast alles importiert und exportiert werden darf ohne große Kontrollen. In dieser Woche habe ich beim Essen gehen in einem kleinen Laden schon das dritte Mal Cola aus einer Dose genossen. Durch die Nähe der deutschen Hauptstadt Berlin zur polnischen Grenze war natürlich jede Dose aus Polen, einem deutschen Nachbarland in dem ein Pfand auf Dosen nicht existiert.
Nicht zu verachten ist aber, dass viele Menschen Pfandverpackungen sammeln um sich so eine Lebensbeihilfe zu verschaffen, was die Bettelei doch stark einschränkt, da die Menschen eher mit dem Sammeln und Suchen von Flaschen beschäftigt sind als an der Strasse zu sitzen und um Geld zu bitten.
Warum sollten Dosen wieder genau dorthingehen wo sie herkommen? Im Endeffekt ist die Wiederverwertung von Aluminium nicht wirklich ertragsreich. Eigentlich ist die gesamte Herstellung nicht wirklich nützlich. In Plastikflaschen ist das Einfüllen der dunklen Flüssigkeit viel umweltschonender. Daher sollte die Getränkedose an sich eher europaweit abgeschafft werden. Die Frage, die hierbei gilt ist nicht ob das Recycling möglich ist, sondern wie hoch der benötigte Energieaufwand ist um eine Dose herzustellen, oder wieder herzustellen. Eindeutig zu teuer.
Das Pfand auf Flaschen finde ich schon recht gut, denn sonst würde sich die Frage stellen wieviele Flaschen wirklich zurück im Handel landen würde, oder wieviele noch in Einzelteilen auf der Strasse landen würde. Glasflaschen sind wohl das hervorragendste Recyclingsystem dass es gibt, denn der Energieaufwand ist bei konstanter Nutzung gering zum wiederhergestellten Material.
Der Artikel wurde am 01.05.2009 von Stefan Kremz + veröffentlicht.
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