Das TV-Leben im Wandel der Zeit
Wenn man heute legal Fernsehen schauen möchte braucht man als allererstes einen Fernseher. Logisch. Darüber hinaus zahlt man meist für einen Kabelanschluß, außer man führt ein Landleben und hat eine Schüssel auf dem Dach. Dann hat man diese mit Reciever einmalig kaufen müssen.Dann kommt der Staat mit seinen GEZ-Gebühren, die eigentlich dafür sorgen sollen, dass ARD, ZDF und wo man sonst noch in der ersten Reihe sitzen soll, keine übermäßige Werbung einsetzen müssen um ihr Programm kulturell fördern zu können ohne auf die Einschaltzahlen achten zu müssen. Leider ist das inzwischen ganz anders. Die senden genausoviel Werbung wie alle anderen, und versuchen auch nur den neusten Action zu bringen um den nächsten Rekord einzufahren, was Zuschauer rund um die Uhr betrifft. Kultur gibt es nur auf Arte und den dritten Sendern. ARD und ZDF sollten also fairerweise eigentlich gar nichts von dem Geld abbekommen.
Nun kommt der nächste Streich. Bisher konnte man die privaten Sender, die sich nur aus der Werbung finanziert haben noch kostenfrei sehen. RTL und RTL 2 sind wohl die einzigen Sender, die das wohl auch in naher Zukunft beibehalten wollen. Aus der Sat1 - Pro7 - Gruppe ist nun zu hören, dass deren Programm nun kostenpflichtig werden soll wie das Programm von Sky, dem ehemaligen Premiere.
Mal ganz ehrlich: Pro7 zeigt wirklich gute aktuelle Filme am Wochenende. Wenn man nicht weiß was eine Videothek ist, sind da sicher auch Neuheiten dabei. Einzig Wer schlägt den Raab, das ich mir sicher schon zweimal überhaupt angetan habe, ist noch ein wenig Pro7 schauen wert. Sat1 hat in den 80er und 90er Jahren Star Trek gesendet. Das stieß auch noch auf mein Interesse. Aber diese Zeiten sind auch vorbei. Klar sind die Werbepreise im Keller, aber dieser Schritt ist damit wohl kaum zu rechtfertigen. Nicht mal 5 Cent im Monat würde ich dafür zahlen. Wenn ich mir Sendungen wie Germany Next Topmodel ansehen würde, müßte man mir Schmerzensgeld zahlen. Mit dem Schritt können die doch nur verlieren. Im Internet wird es immer leicht an die aktuellen Filme und Serien zu kommen.
Die Spannung steigt. Vielleicht ist das der erste Schritt aus dem Ausstieg des Fernsehlebens.
Der Artikel wurde am 29.10.2009 von Stefan Kremz veröffentlicht.
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