Unendliche Weiten und viel Geldschwenderei
In der letzten Worte plädierte Thomas Reiter dazu, dass Deutschland doch mehr in den Weltraum vorstoßen solle. Klar, ich bin als Science-Fiction-Fan immer wieder begeister von den ESA- und NASA-Programm, und den Vorstoß ins All, jedoch sollte das ganze mal etwas effektiver gestaltet werden. Heute wurde nach 7 Monaten ein europäischer Raumtransporter im All verglühen lassen. In Zukunft soll ein ähnlicher Transporter damit erweitert werden, dass er auch zur Erde zurückkehren kann. Diese Technologie kostet jedes Mal Milliarden. In der freien Marktwirtschaft wäre eine Firma, die so arbeitet, schon lange Konkurs. Warum hat man dieses erste Stück Technologie nicht gleich soweit ausgebaut, dass man mehr als ein wenig Staub am Ende hat?Heute vor 54 Jahren wurde das CERN Kernforschungsprogramm geründet. Wenn ich Projekte wie das letzte höre, in dem schwarze Löcher erzeugt werden sollen, frage ich mich doch, ob die Menschheit da nicht ein wenig zu weit geht. Wo sind die Grenzen? Klar, wenn man nichts riskiert, kann man auch nichts gewinnen, aber russisches Roulette ist wohl einfach nicht mein Ding. Das sind Gelder, die man einfach in andere, wohlüberlegtere Projekte mit Zukunft stecken könnte.
Dann jedoch habe ich mir mehr über das Mond-Projekt durchgelesen, welches Deutschland vorhatte, nämlich das Fotografieren des Mondes mit 3D-Objektiven. Nun ist dieser Gedanke wieder da: Wozu? Wäre die Idee gewesen die ISS nützlich zu erweitern, den Mond zu kolonisieren, oder auch nur eine Station auf diesem zu errichten, aber nur abfotografieren?
Kennen die denn Google Moon noch nicht?
Es wäre wohl günstiger dort ein paar Screenshots vom Bildschirm zu machen. Die sind zwar nicht so genau, aber viel günstiger, oder erwarten die dort wirklich noch Außerirdische die sich bisher immer versteckt gehalten haben?
Gibt es eigentlich Versicherungen für diese ganze In-der-Atmosphäre-Verglüherei, oder gibt es da Sponsoren in der Wirtschaft? Zu 99,9% wird das natürlich alles auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen.
Der Artikel wurde am 29.09.2008 von Stefan Kremz veröffentlicht.
Ähnliche Artikel in diesem Blog
Google und NASA bieten virtuelle Reise zum Mars vom 04.02.2009
4400 - Die Rückkehrer vom 08.03.2009
Was machen die Ostasiaten im Internet? vom 02.12.2009
Peter Parker kehrt als Spider man 4 zurück vom 13.01.2010
Neue Webkataloge ohne Backlinkpflicht vom 12.04.2010
Google und NASA bieten virtuelle Reise zum Mars vom 04.02.2009
4400 - Die Rückkehrer vom 08.03.2009
Was machen die Ostasiaten im Internet? vom 02.12.2009
Peter Parker kehrt als Spider man 4 zurück vom 13.01.2010
Neue Webkataloge ohne Backlinkpflicht vom 12.04.2010
Marc Humer aus Witten (16.10.2008 - 23:27)
Hallo Herr Kremz.
Ich denke schon, dass die Menschen dringendst die Weltraumforschung vorantreiben sollten - und zwar jedes Land. Der Weltraum eröffnet nämlich die Chance zu erkennen, dass wir eigentlich alle ganz klein und nah beieinander sind.
Trotzdem eröffnet aber die Weltraumforschung Perspektiven (auf Wohnraum möchte ich garnicht abzielen), um Wege zu finden, damit der Hunger in der Welt gestillt wird; denn erst wenn das Negerbaby in Südafrika kein Negerbaby in Südafrika sondern ein Baby ist - wenn also Herkunft und sozialier Status irrelevant werden, wird sich hier etwas ändern - und die Weltraumforschung ist meines Erachtens eine Chance, diese Weltsicht zu erlangen.
Und also warum nicht mit fotografieren anfangen? Zum einen schreibst du was das wieder kostet.... zum anderen schreibst du och, die machen ja nur Fotos... - wie denn nun?
Dein Beitrag klingt irgendwie nach egal was sie tun, ich bin dagegen.
Was die schwarzen Löcher in der Schweiz angeht, möchte ich Dir etwas mit auf den Weg geben:
Man muss das Projekt auch abseits der dummlabernden Medien erfassen, um es zu beurteilen, und das kann man als Normalo nur bruchstückhaft.
Wenn ich mir den geistigen Durchfall anhöre, der tagtäglich im TV läuft, wundert es mich, dass nicht längst eine Lichterkette unterwegs ist, um die schwarzen Löcher zu beleuchten. Es geht bei diesem Projekt weder um irgendwelche, wie auch immer gearteten Löcher noch darum, die Erde zu sprengen. Es geht um das Grundverständnis der Welt.
Halten wir uns vor Augen, dass im 20. Jahrhundert alle die Physik DREI MAL komplett neu definiert werden musste und jedem Physiker ist klar, dass jedes Mal nur ein paar Facetten erklärt werden konnten.
De facto bleiben genau zwei Möglichkeiten: Entweder, die Menschen forschen weiter, und zwar unten auf der Erde als auch im Weltraum. Oder aber wir legen unser Schicksal abermals in die Hände von Klerikern und freuen uns auf 500 weitere tumbe Jahrhunderte des sorgenfreien Nichtswissens.
Ich denke schon, dass die Menschen dringendst die Weltraumforschung vorantreiben sollten - und zwar jedes Land. Der Weltraum eröffnet nämlich die Chance zu erkennen, dass wir eigentlich alle ganz klein und nah beieinander sind.
Trotzdem eröffnet aber die Weltraumforschung Perspektiven (auf Wohnraum möchte ich garnicht abzielen), um Wege zu finden, damit der Hunger in der Welt gestillt wird; denn erst wenn das Negerbaby in Südafrika kein Negerbaby in Südafrika sondern ein Baby ist - wenn also Herkunft und sozialier Status irrelevant werden, wird sich hier etwas ändern - und die Weltraumforschung ist meines Erachtens eine Chance, diese Weltsicht zu erlangen.
Und also warum nicht mit fotografieren anfangen? Zum einen schreibst du was das wieder kostet.... zum anderen schreibst du och, die machen ja nur Fotos... - wie denn nun?
Dein Beitrag klingt irgendwie nach egal was sie tun, ich bin dagegen.
Was die schwarzen Löcher in der Schweiz angeht, möchte ich Dir etwas mit auf den Weg geben:
Man muss das Projekt auch abseits der dummlabernden Medien erfassen, um es zu beurteilen, und das kann man als Normalo nur bruchstückhaft.
Wenn ich mir den geistigen Durchfall anhöre, der tagtäglich im TV läuft, wundert es mich, dass nicht längst eine Lichterkette unterwegs ist, um die schwarzen Löcher zu beleuchten. Es geht bei diesem Projekt weder um irgendwelche, wie auch immer gearteten Löcher noch darum, die Erde zu sprengen. Es geht um das Grundverständnis der Welt.
Halten wir uns vor Augen, dass im 20. Jahrhundert alle die Physik DREI MAL komplett neu definiert werden musste und jedem Physiker ist klar, dass jedes Mal nur ein paar Facetten erklärt werden konnten.
De facto bleiben genau zwei Möglichkeiten: Entweder, die Menschen forschen weiter, und zwar unten auf der Erde als auch im Weltraum. Oder aber wir legen unser Schicksal abermals in die Hände von Klerikern und freuen uns auf 500 weitere tumbe Jahrhunderte des sorgenfreien Nichtswissens.
Stefan aus Berlin (17.10.2008 - 00:00)
Hallo Marc
Nein, ich bin nicht grundsätzlich gegen Alles. Natürlich sind Bilder beim ersten Mal auch eine Entwicklung, und beim Zweiten und Dritten Mal. Aber irgendwann ist es wie bereits erwähnt nur noch eine Geldverschwendung, und man sollte ein Stück nach vorn gehen, und nicht auf der Stelle treten. Wenn das Ziel vorhanden ist, sollte man nicht stehen bleiben, wenn man es erreichen will.
Natürlich kann ich bei diesen Projekten, von denen man keine wirklich offenen Informationen erhält, meine Meinung nur durch Medien erhalten, die wahrscheinlich wie immer einiges verdrehen. Aber damit müssen die Leute rechnen, wenn man solche Informationen unsensibel, unvollständig und nicht für die breite Masse an die Medien weitergibt.
Nein, ich bin nicht grundsätzlich gegen Alles. Natürlich sind Bilder beim ersten Mal auch eine Entwicklung, und beim Zweiten und Dritten Mal. Aber irgendwann ist es wie bereits erwähnt nur noch eine Geldverschwendung, und man sollte ein Stück nach vorn gehen, und nicht auf der Stelle treten. Wenn das Ziel vorhanden ist, sollte man nicht stehen bleiben, wenn man es erreichen will.
Natürlich kann ich bei diesen Projekten, von denen man keine wirklich offenen Informationen erhält, meine Meinung nur durch Medien erhalten, die wahrscheinlich wie immer einiges verdrehen. Aber damit müssen die Leute rechnen, wenn man solche Informationen unsensibel, unvollständig und nicht für die breite Masse an die Medien weitergibt.

