Inception
Dieser Film hat mit meiner schlechten Meinung über Leonardo DiCaprio, die durch Titanic entstanden ist, kräftig aufgeräumt. In Inception hatte er eine sehr coole Rolle, und hat sie sehr gut rübergebracht. Christopher Nolan hat wirklich wieder einmal gezeigt dass er ein wahnsinnig guter Regisseur ist.Eine Inception ist das Gegenteil von Extraction. Dominic "Dom" Cobb, gespielt von Leonardo DiCaprio, stellt einen Räuber einer ganz besonderen Ware dar. Er stiehlt in Informationen aus den Träumen von wohlhabenden Menschen, ohne dass diese danach wissen, dass diese wertvollen Informationen noch jemand hat.
Mit von der Partie ist Ellen Page, die als Schwangere schon in Juno ihr Können unter Beweis stellen konnte. Hier spielt sie die junge Architektin Ariadne. Sie ist aber nicht etwa die Architektin von Häusern, sondern von Träumen. Sie hilft Cobb Träume aufzubauen damit der Träumer sich in einer völlig neuen Umgebung wiederfindet, und alles real erscheint, obwohl es doch nur ein Traum ist. Einen Traum aufzubauen ist eine sehr wackelige Angelegenheit, muß sie immer wieder feststellen, denn wenn der Schlaf beispielsweise nicht fest genug ist, kann alles zusammenbrechen. Die Mit-Träumer müssen den Traum jedoch immer vor dem Träumer selbst verlassen, sonst können sie nicht mehr in die Realität zurück.
Cobb hat mit seiner ehemaligen Frau eine riesige Traumwelt erzeugt, aus der sie nicht mehr zurückkommen wollte. Um ihr das auszureden hat er in ihrer Welt eine Inception erzeugt. Er hat ihr also klar gemacht, dass sie sich nur in einem Traum befindet. Diese Inception hat sich jedoch manifestiert, und selbst als sie wieder aus dem Traum heraus sind, ist der Wunschgedanke noch immer vorhanden, wieder aufzuwachen. Das hat dazu geführt, dass sie sich das Leben genommen hat. Sie wollte jedoch nur tief fallen, um aus dem Traum in das wirkliche Leben zu kommen. Dieser Vorfall hat jedoch dazu geführt, dass Cobb nicht mehr nach Amerika einreise kann, und seine Kinder nicht mehr sieht, denn er wird wegen Mordes gesucht.
Diese Träume sind in mehreren Ebenen angeordnet. Je tiefer man kommt, desto langsamer vergeht die Zeit. In der ersten Ebene, wenn der Mensch also von der Realität in die Traumebene gewechselt ist, vergeht eine Woche im Traum in 5 Minuten der realen Zeit. In der zweiten Ebene, wenn also der Träumer im Traum einschläft ist es schon ein Monat, der im gleichen Zeitraum vergeht. In der dritten Ebene ein Jahr, und in der vierten sogar 50 Jahre. In dieser vierten Ebene hat sich Cobb mit seiner Frau meist herumgetrieben, und ihr zum Verhängnis wurde.
Saito, ein sehr reicher Mann bietet Cobb allerdings für einen Auftrag die Rückkehr in seine Heimat an. Der Auftrag hat es jedoch in sich, und es geht nicht um die Extraktion wie in seinen anderen Aufträgen zur Wirtschaftsspionage, sondern um eine Inception. Er soll dem Erben seines größten Konkurrenten den Wunsch einpflanzen, das Unternehmen zu zerstückeln. Dieser hat jedoch bereits Trainingsmaßnahmen auf sich genommen, und weiß sich in seinen träumen zu verteidigen. Doch Cobb schlägt ihn mit seinen eigenen Waffen und macht seinen Onkel zum Verräter.
Der Film erinnert stark an Matrix, und bietet sehr viel Action. Eindeutig ist er damit einer der besten Filme des Jahres.
Der Artikel wurde am 04.09.2010 von Stefan Kremz veröffentlicht.
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