Gewohnheit oder Usability?
Wann wird Usability von Software wirklich menschenfreundlich? Seit heute bin ich der Meinung, wenn es überall gleich ist. Aber das ist wohl nicht Sinn und Zweck des Internets, denn das Internet ist soll sich schließlich weiterentwickeln, und es soll sicher nicht wie in der ehemaligen DDR alles gleich sein.Trotzdem hat mich das gedanklich heute ganz schön durcheinandergeworfen. Ohne Werbung machen zu wollen, aber meist bin ich im Cinestar anzutreffen, wohl auch aus Gewohnung. Der gewohnte Ganz zum Einkaufen, wenn es nicht gerade Nahrungsmittel sind, führt eben zum Alexanderplatz. Doch mein heutiger Kinobesuch sollte ins UCI Friedrichshain gehen, da der Film nicht am Alexanderplatz lief.
Ich bestelle meine Karten fast immer vor, denn es gibt nichts schlimmeres als den letzten Platz des Kinosaals zu bekommen. Am besten man wird ganz vorn am Gang platziert. Spätestens dann weiß man, dass man zu der Kartenverkäuferin etwas netter hätte sein können. Wenn man vorbestellt kann man sich die Plätze aussuchen, zumindest im Internet. Vor Jahren, als das Internet noch frisch war, ging im Cinemaxx so etwas auch telefonisch. Ich erinnere mich noch gut, dass man eine automatisierte Stimme am Telefon hatte für ca. 30 Minuten. Gebracht hat das gar nichts, denn es endete damit dass man so genervt war, dass man keine Lust mehr auf Kino hatte, oder man sich beeilen mußte nun doch noch früh ins Kino zu kommen, damit man nicht den letzten Sitze vorn am Rand bekommt.
Also vorbestellen, und jedes Kino hat da scheinbar sein eigenes System. Na klar, Standardsoftware wäre hier wirklich nicht angebracht, das ist schließlich kein Office-Paket.
Normalerweise bekomme ich immer dieses Bild zu Gesicht:

Die Leinwand ist oben, denn in genau dieser Richtung sitzt man auch vor seinem Monitor wie man, wie man später auch im Kino sitzen will. Also so weit unten, also hinten, wie möglich. Über die Frage an sich wo man im Kino sitzen will brauchen wir uns wohl nicht zu unterhalten, wenn man wirklich wegen des Films im Kino ist, denn hinten mitte ist da das einzig akzeptable.
Heute bot sich mir dann aber ein anderes Bild, als ich im UCI vorbestellte:

So stelle ich mir einen Plan vor, wenn ich einen Raum dekorieren möchte, aber doch bitte nicht, wenn ich Karten vorbestellen will.
Kurz gesagt, ich saß in der zweiten Reihe vorn allein, und hatte bestimmt noch drei weitere Reihen hinter mir für mich. Wenn man das Gespräch von zwei Personen auf der Leinwand auch visuell mitverfolgen wollte, ging der Kopf hin und her wie bei einem Tennisspiel. Noch habe ich keine Nackenschmerzen.
Meist genieße ich die Atmosphäre im Kino, dass andere auch lachen, und man nicht allein vor der Flimmerkiste sitzt, doch vorn zu sitzen hatte auch ein positives Gefühl, denn es war als hätte man den ganzen Kinosaal mit der größten Leinwand der Welt nur für sich allein. Da vorn kommt einem die Leinwand einfach noch größer vor.
Positiv anzumerken ist im UCI dass man einfach nur seine Kreditkarte durch den Automaten zieht, und schon bekommt man seine Kinokarte. Im Cinestar muß man sich auch bei Vorbestellung noch an der Kasse anstellen. Dafür gibt es im Cinestar Pepsi statt Coca Cola, obwohl beides nicht gut ist für den menschlichen Körper und seine Figur. Genug der Vergleiche, aber in Zukunft werde ich sicher besser darauf achten, wenn ich bestelle
Der Artikel wurde am 17.10.2010 von Stefan Kremz + veröffentlicht.
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