Technische Probleme bei RIM
Rim hat es in den letzten Tagen nicht nur mit fallenden Aktienkursen und meuternden Anlegern zu tun, die eine Wende im Hause haben wollen, wenn nicht sogar den Verkauf des kanadischen Unternehmens, sondern seit 13 Uhr am Montag auch mit inzwischen globalen, technischen Problemen. Emails werden mit Hilfe des Pushs nicht an das Gerät weitergeleitet, gesendet werden kann nichts, und die meisten Apps und Messenger funktionieren auch nicht.Wer auf sein Blackberry, also mobil seine Emails zu empfangen, angewiesen ist, fühlt sich in die Steinzeit zurückversetzt. In den Posts, in denen RIM sich für die Ausfälle entschuldigte, liessen viele ihrem Frust freien Lauf.
Mein Blackberry läuft seit letzter Nacht wieder problemlos. Der daraus resultierende Ausfall hielt bei mir also 1,5 Tage an. Mal ist es auch ganz schön wenn man nicht weiß, dass man eine Email bekommen hat. Zusätzlcih bin ich in der glücklichen Lage, dass meine Emails nicht nur an das Gerät, sondern auch auf dem Server verbleiben, wo ich sie jederzeit lesen kann. Durch einen nicht-mobilen Arbeitsplatz hatte das also keine weiteren Auswirkungen für mich.
Auf Technik darf man sich niemals 100%ig verlassen, denn da kann immer mal etwas passieren. In Berlin ist im vergangen Jahr schon einmal der gesamte S-Bahn-Verkehr wegen eines Kabelbrandes für mehrere Stunden zum Erliegen gekommen. Mit so etwas muss man immer rechnen.
Die Informationspolitik von RIM lässt leider etwas zu wünschen übrig. Da kann man einfach mehr erwarten. Manchmal hilft es den Grund des Ausfalls zu nennen. Auch die Statusupdates werden nur einem pro Tag auf der deutschen Blackberry-Seite aktualisiert.
Ganz ungelegen kommen RIM die Ausfälle jedoch nicht, da sie sich nun mit technischen Problemen quälen müssen, und sich nicht mit den Anlegern auseinander setzen müssen, die einen Verkauf von RIM vorschlagen. Der seit ein paar Jahren ständig wachsende Markt hat viele Konkurrenzgeräte wie das iPhone oder das Samsung Galaxy S2 mit dem Google-Betriebssystem Android herausgebracht, für die leichter Applikationen programmiert werden können, und damit eine größere Anzahl an Programmen haben, die eigentlich kein Mensch braucht.
RIM hat einfach zu lange auf veraltete Technik gebaut. Während Apple und Samsung teilweise schon mit CPUs auf dem Markt waren, die zwei Kerne hatten, hatten Blackberrys immer noch 800 MHz-CPU`s mit nur einem Kern. Auch gehört ein Touchscreen heute einfach schon zum guten Ton eines solchen Gerätes. Dieser Umstand hat sich zwar vor kurzem geändert. Das neue Torch 9810 und das Bold 9900 sind einfach geniale Geräte, mit Touchscreen und schnellen 1,2 GHz-PRozessoren, Wireless-LAN, 3G zum Surfen. Auch das OS7 ist ein Sprung in die richtige Richtung. Hoffentlich ist das nicht zu spät gekommen.
Blackberrys haben einfach die bessere Verarbeitung, und auch die Technik ist einfach durchdachter mit einem höheren Sicherheitsstandard als die Konkurrenz diese auch nur ansatzweise hat.
Der Artikel wurde am 13.10.2011 von Stefan Kremz + veröffentlicht.
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