Ubuntu-Aktualisierung auf 11.10
Am Wochenende öffnete sich ein Fenster auf meinem Rechner, und man teilte mir mit, dass ein Update von 11.04 auf 11.10 notwendig sei. Unter Linux nimmt man doch aber auch gern jedes Update mit, anders als bei Windows. Bei Windows weiß man einfach, dass man sich mehr Sicherheitslücken einfängt als geschlossen wurden.Meine Begeisterung war jedoch zu Ende als das Update installiert war, und die neue Oberfläche zu sehen war. Man hat nun nur noch ein Panel zur Verfügung, und das ist immer oben. Ich hatte mich für Linux entschieden weil man dort selbst entscheiden kann wie es auszusehen hat. Nun ist das unter Ubuntu aber anders, und Canonical entscheidet wie unsere Oberfläche auszusehen hat. Das ist eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung.
Die neue Oberfläche Unity hat einen Kindergarten-Charakter. Diese Klötzchen im linken Bereich kann man zwar ein- und ausblenden, solange das Programm nicht geöffnet ist. Die gesamte Leiste verschwindet aber automatisch wenn man ein Fenster maximiert hat. Man hat dann also keine Möglichkeit mehr zu sehen welche Programme gerade laufen, außer mit alt + Tab, was ein Arbeiten doch sehr umständlich machen würde.
Das obere Panel übernimmt immer das Menü des laufenden Programms. Das ist mindestens genauso umständlich, da das Menü im jeweiligen Programm-Fenster nicht mehr aktiv ist.

Die einzige Lösung ist zu Gnome zu wechseln, dass man einfach per Ubuntu-Software-Center nachinstallieren kann. Wenn man beim Starten des Rechners nun „Gnome Classic“ auswählt bekommt man eine recht ähnliche Variante von Ubuntu 11.04. Dort gibt es wieder zwei Panels. Leider kann man auch hier nicht einstellen wo diese sein sollen. Ich hatte bisher meine beiden Panels immer unten. In dem unteren Panel sieht man die laufenden Programme, was schon sehr hilfreich ist, jedoch kann man dort keine Programm-Icons zum Starten platzieren.

Hätte es diese Möglichkeit nicht gegeben, so hätte ich mir höchstwahrscheinlich noch ein Windows 7 gekauft. In der kommenden Zeit werde ich mir andere Distributionen wie Debian, Suse oder Red Had ansehen, denn eine derartige Bevormundung von Seiten Canonials ist einfach nicht hinnehmbar. Die Freiheit, die Linux bieten soll ist damit einfach nicht mehr gegeben. Als ich vor 13 Jahren das erste Mal Linux verwendet habe, war KDE mein ständiger Begleiter, also könnte auch dieses wieder eine Alternative sein.
Der Artikel wurde am 17.10.2011 von Stefan Kremz + veröffentlicht.
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Christoph aus Berlin (18.10.2011 - 15:03)
Hallo Stefan, das war doch schon bei 11.04 so. Aber vielleicht hattest Du für Dich eine andere Darstellung gewählt. Einen Nachteil sehe ich jedoch nicht. Das programmbezogene Menü oben gibt es so auch bei MacOS und ist durchaus praktisch, da das Programmfenster nicht so viel Raum einnimmt.
Stefan aus Berlin (18.10.2011 - 15:08)
Unter 11.04 hatte ich immer noch Gnome laufen, was ich toll fand mit den Einstellungsmöglichkeiten.
Ich bin ein absolutes Gewohnheitstier und mein Menüpanel wünsche ich mir einfach unten. Linux muß mir diese Freiheiten geben. Ich werde mir diese Woche noch Kubuntu ansehen in der aktuellen Version 4.3. Unity selbst ist für mich nicht tragbar, und selbst Gnome Classic ist auch nicht meins.
Ich bin ein absolutes Gewohnheitstier und mein Menüpanel wünsche ich mir einfach unten. Linux muß mir diese Freiheiten geben. Ich werde mir diese Woche noch Kubuntu ansehen in der aktuellen Version 4.3. Unity selbst ist für mich nicht tragbar, und selbst Gnome Classic ist auch nicht meins.

