Mysteriöse Zugriffszahlen auf meinem Blog
Ein Blick auf meine Besucherzahlen der letzten Tage hat mir Fragezeichen ins Gesicht getrieben. Die letzten 4 Tage waren jeweils 77 Besucher bei mir zu Gast. Die Zahl 7 soll bekanntlich eine Glückzahl sein, doch ist es die 77 dann auch noch? Die eigentliche Frage ist aber wie hoch die Chance ist, dass 4 Tage nacheinander die gleiche Anzahl an Besuchern zu Gast auf meinem Blog war. Da müßte man jetzt den Rechenschieber der Statistikberechnung herausholen. Doch stehen da einfach zu viele unbekannte Faktoren im Raum. Beispielsweise müßte man wissen wieviele Personen überhaupt täglich im Internet unterwegs sind, aber auch was diese tun oder suchen.An manchen Tagen nehmen die Besucher von Google, Yahoo und Co. enorm ab. Es scheint so als wenn die Menschen auf der Arbeit an manchen Tagen weniger Lust zum Arbeiten haben, und statt dessen im Internet surfen. Aus beruflichen Gründen wird wohl Niemand meinen Blog ansurfen. Dieser Auffassung bin ich natürlich nicht nur auf Grund meines Blogs gekommen, sondern auch wegen Communitys wie welli.net, und der Verlagerung der Besucher auf die frühere oder spätere Stunden des Tages. Die meisten Menschen werden wohl morgens arbeiten, und erst Abends zu Hause surfen können.
Dieser unbekannte Faktor der weltweiten Besucher ist natürlich eine sehr große unbekannte Summe. Aber auch die deutsche Anzahl ist wohl sehr unbekannt. Irgendwo habe ich mal von Statistiken gelesen, wieviel Prozent jeder Altersgruppe im Internet unterwegs ist, und dort sieht es ähnlich aus wie bei der Bevölkerung in Deutschland selbst. Das Internet ergraut. Schaut man doch mal in ein paar Kleinanzeigen-Kontaktmärkte, so liest man immer nur, dass die Oma den Opa sucht und anders herum, zumindest vom Alter her. Ich habe nichts gegen ältere Menschen, doch kommt meine Oma mit solchen technischen Spielereien wie dem Internet oder überhaupt nur dem Computer gar nicht zurecht. Daher habe ich wohl die falschen Voraussetzungen um dabei überhaupt mitreden zu können.
Auf der Suche nach solchen aktuellen Statistiken bin ich auf ein paar sehr merkwürdige Nachrichten der Welt, im Spiegel und wie sie nicht alle heißen, gestoßen, in denen mir unsere Volkszählungsberechnungen erstmal klar wurden. Diese 82 Millionen in Deutschland lebende Menschen existieren gar nicht so in dieser Zahl. Jeder der sich in Deutschland innerhalb einer Gemeinde anmeldet, ist als gemeldet verzeichnet und kommt als ein Nenner in diese Statistik. Zieht diese Person aber nun ins Ausland, ohne sich abzumelden, wozu auch kaum jemand verpflichtet ist, so bleibt dieser aber in dieser Kalkulation. Die Geburtenraten sollen gestiegen sein, warum auch immer. Das Kindergeld kann es nicht sein, denn davon kann man schließlich kein Kind ernähren, sondern ist höchstens als nette Beigabe zu betrachten. Vielleicht ist Deutschland doch kinderlieber als man glauben könnte. Trotz dieser ansteigenden neuen Menschen in Deutschland heißt es aber, dass die aktive Anzahl der Einwohner in Deutschland nach unten korrigiert werden muß, um mehrere Millionenbeträge. Ist Deutschland für unsere ausländischen Mitbürger nicht mehr attraktiv genug, oder wandern soviele Deutsche ohne Fremdsprachenkenntnisse und ohne Startkapital, wie man es in den schlechten Sendungen am Wochenende im Fernsehen immer wieder sehen kann, aus? Eine neue Volkszählung wird auf jeden Fall kommen, und die Datenschützer regen sich jetzt schon wieder auf. Aber für diese Personengruppe ist auch ein Session-Cookie schon eine Bedrohung, um aus einem Menschen eine gläserne Person zu machen. Aber das ist ein zu heikles Thema, um das in wenigen Sätzen thematisieren zu können. Klar ist, dass es Grenzen gibt, die nicht überschritten werden sollten. Gewise Firmen diese aber täglich überschreiten.
Andere werbebedingte Gläsernheit finde ich allerdings gar nicht so schlecht. Gehen wir mal einfach mal auf die große Diskussion von StudiVZ zurück, als diese ihre AGB`s geändert haben. Diese Maßnahme fand ich weder verwerflich, noch schlecht. Es ging doch lediglich darum, dass die Werbung auf die einzelne Person zugeschnitten werden sollte. Mal ganz ehrlich, was soll ich mit Werbung für Schminke anfangen? Da interessiert mich doch Werbung über Computer, Software oder Technik viel mehr. Es ist also schon vorteilhaft wenn man Werbung, solange die Person nicht zu werbung-anfällig ist, auf das Geschlecht und die Altersgruppe zuschneidet. Das macht noch keine gläserne Person aus einem Menschen.
Das alles beantwortet natürlich nicht die Frage wie an vier Tagen jeweils 77 unterschiedliche Personen auf meine Seiten zugreifen können. Die unbekannten Faktoren sind einfach zu groß. Google Analytics hilft mir auch nur dabei zu verstehen, dass diese Personen sogar in ganz verschiedenen Teilen Deutschlands waren.
Der Artikel wurde am 21.12.2008 von Stefan Kremz veröffentlicht.
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