TV-Serie Becker
Meine Lieblings-Comedyserie ist Becker. Der Humor dieser Fernsehserie ist absolut konkurrenzlos. Doch die Serie hat mit dem Erscheinungsjahr 1998 schon seine Jahre auf dem Buckel. Derzeit wird die Serie leider auf keinem deutschsprachigen Sender ausgestrahlt, und in andere empfange ich kaum, bis auf Standardsender wie MTV und CNN.Hauptdarsteller ist Ted Danson, der den stark zynischen, aber sehr guten Arzt Dr. John Becker mit einer Praxis in der Bronx, im Armenviertel von New York, verkörpert. Er ist genervt von der Menscheit, ein Einzelgänger und kann eigentlich niemanden leiden, zumindest denkt man das immer wieder, und will da auch allen weiss machen. Zu guter Letzt zeigt er dann aber doch immer, dass er ein Herz hat. Meist wird er dann aber reingelegt, und muß dann alles zeigen und vor allem sagen, dass er wie immer Recht hatte, und dass er das vorher schon wußte und seine Lebensweise die einzig richtige ist. Laut seiner Definition leben alle anderen Menschen nur um ihm das Leben zur Hölle zu machen. Schon über seine Kommentare konnte ich immer wieder gut lachen.
Ted Danson spielte auch in der Fernsehserie Cheers mit, die auch auf Sat1 gesendet wurde, meist nacheinander. Doch an Becker kam diese Serie für mich niemals auch nur annähernd heran.
Das fast gesamte Privatleben von John Becker, wenn er nicht gerade allein in seiner Wohnung sitzt und Fernsehn schaut oder etwas isst, findet in einem kleinen Bistro statt, wo die Bedienstete auch die Chefin ist. Reggie, gespielt von Terry Farrell, die für mich bekannter als Dax aus der Fernsehserie Star Trek Deep Space Nine ist, hat den Laden von ihrem Vater geerbt und will sich damit ihr Studium finanzieren. Sie ist Beckers beste Freundin, auch wenn er ihr essen immer schlecht redet, und meint sie wolle ihn nur vergiften. Mit in dem kleinen Laden arbeitet auch Jake, ein blinder Zeitungsverkäufer, der eindeutig Beckers einziger Freund ist, und ihm immer wieder verzeiht. Alle Laster von John werden von ihm verkauft. Zigaretten und die tägliche Tageszeitung.
In der Bar treibt sich auch immer ein kleiner, nerviger Mann mit dem Namen Bob herum, der von Saverio Guerra verkörpert wird. Zu Beginn der Serie ist er arbeitslos, später wird er Hausmeister. Seine Frau hat ihn verlassen, er kann absolut alles besorgen was vom Laster gefallen ist, und er redet immer von sich in der dritten Person. Er kennt Reggie noch aus Schulzeiten, will ihr zeigen wie mies ihr Leben ist, und was aus ihm für ein Goldjunge geworden ist. Man nennt dies auch Größenwahn.Seinen besten Spruch, den ich nie vergesse ist immer noch: "Sie stehen auf der Liste". Diesen hat er immer gemacht wenn einer seiner Kunden, die einen Hausmeister brauchten, auf seinem Diensthandy angerufen hat. Natürlich war das damit schon sein ganzer Job, denn eine Liste hat es nie gegeben. Zufälligerweise hat Bob den Hausmeisterjob in dem Haus bekommen, in dem auch Becker wohnt. Bob wird also regelmäßig schon morgens in dem kleinen Laden vom Doktor fertig gemacht wenn mal wieder die Badewanne verstopft ist. Wenn Bob dann wirklich mal die Finger rührt, sitzt er als erstes in der Badewanne, was ihn bei Becker nicht gerade beliebter macht.
In seiner Praxis muß sich Becker mit Margret Wyborn, die von Hattie Winston gespielt wird, herumschlagen, die ihn immer zu einem besseren Menschen erziehen will, und immer auf das gute im Menschen vertraut, selbst wenn Becker ihr von Fall zu Fall das Gegenteil beweisen kann, was dann meist aber an ihm liegt, oder mehr an dem Glück seines Lebens, das nicht besonders ausgeprägt ist. Ohne Margret würde allerdings in der Arztpraxis gar nichts laufen, denn sie ist die einzige die dort für Ordnung sorgt und das Chaos unter Kontrolle hat, welches nicht nur der rege Verkehr in der Arztpraxis durch die Patienten verursacht wird, sondern auch durch einen großen Anteil durch den Doktor selbst.
Doch in der Praxis arbeitet auch Linda, gespielt von Shawnee Smith. Sie ist die Katastrophe schlechthin. In den ersten Staffeln war sie von von außen genauso blond wie von innen. Später hat sie sich die Haare gefärbt. Wenn mal alles glatt geht, so ist sie zur Stelle und sorgt für das schlimmste Vorstellbare. Sie ist eine verwöhnte junge Frau, die einfach nichts anbrennen läßt, wodurch sie eigentlich jeden Morgen zu spät zur Arbeit kommt, und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, wenn Margret sie zur Ordnung ruft.
Sein Essen bestellt Doktor Becker immer bei seinem Lieblingschinesen Ming, der ihm sein Essen nach Hause bringt, wo er es dann, wenn alles gut läuft, allein essen kann.
In den späteren Folgen kommt noch Hector Lopez, der von dem übergewichtigen Milliongewinner Jorge Garcia aus meiner neusten Lieblingsserie Lost, gespielt wird. Er ist absolut arbeitsscheu, und möchte gern etwas machen, wo man viel Geld verdient, aber eigentlich nichts tun muß.
Leider wird Reggie in den späteren Serienstaffeln durch Chris Konnors ersetzt, welche von Nancy Travis dargestellt wird, und auch im gleichen Haus wie Becker wohnt. Sie geht gegen Becker immer direkt auf Konfronationskurs, und hat sogar eine Beziehung mit ihm, obwohl seine Art von Beziehung ganz anders aussieht, als wie sie sich eine Beziehung vorstellt.
Leider gibt es bisher noch keine DVD mit deutscher Sprache.
Der Artikel wurde am 05.01.2009 von Stefan Kremz veröffentlicht.
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Martin aus Salzburg (14.09.2010 - 00:18)
Ich wüßte gern warum Terry Farrell ausgewechselt wurde?
MfG the fish.
MfG the fish.

