Lost - Die vierte Staffel
Wer Staffel 4 von Lost noch nicht gesehen hat, dies aber vor hat, sollte diesen Text nun wirklich nicht lesen, und sich lieber überraschen lassen.Es wird noch verwirrender, mysteriöser, leider aber rückt die Insel immer weiter in den Hintergrund. In der vierten Staffel fühlt man sich wie in einer Folge von Traumschiff, eben nur in der Frachterversion mit unheimlicher Besatzung an Bord, die sich selbst umbringen, oder in den Tod getrieben wurden. Der geheime Saboteur und Spion an Bord des Frachters, von dem man schon in der dritten Staffel hörte, ist Michael, der seinem Sohn von seiner Greultat erzählte, dass er um ihn nach Hause zu bringen zwei Frauen ermordet hat. Ab diesem Moment sprach Wolt nicht mehr mit seinem Vater. In tiefer Verzweiflung trifft ihn Tom von den Anderen dann in Los Angeles an, und heuert ihn für einen Auftrag auf dem Frachter als Spion für Ben an, damit es den Leuten von Wittmore, dem Beinahe-Schwiegervater von Desmond, nicht gelingt die Insel zu finden. Um seine Mitabstürzlinge zu retten soll er auch auf dem Frachter über Leichen gehen. Merkwürdig kam es einem allerdings schon vor, dass Tom einfach so auf das Festland kann, weg von der Insel, wo es doch sonst für alle anderen ein so großes Problem ist.
Schon in der dritten Staffel wurde immer weniger gezeigt von der Vergangenheit in den Rückblicken. Nun sind es nur noch Ausblicke in die Zukunft, welche alles andere als rosig sein wird.
Das einzig Positive ist, dass Desmond endlich zu seiner Penelope "Penny" Wittmore kommt, und sie sich wieder in den Armen liegen können, nach Jahren, in welchen er auf der Insel war, um dort Zahlen in den Computer einzugeben. Immer die Gleichen zahlen, damit angeblich die Welt nicht untergeht. Alles was aber passierte, in der dritten Staffel, nachdem Lock dafür sorgte, dass die Welt nicht unterging, war, dass die Station in die Luft geflogen war. Seine 3 Jahre dort waren also für mehr als umsonst. Die Frage wäre jedoch gewesen, ob er es nach Hause geschafft hätte, schließlich ist er es schon in den letzten Staffeln mit seinem Segelschiff nur nach seinem wochenlangen Segeltörn wieder auf die Insel zurückgekommen.
Die Söldner von Wittmore sind wie Ben es voraussagte sehr gefährlich und wollen sich nur Ben holen, und gehen dafür über die Leichen der Flugzeug-Abgestürzten. Als Desmond mit Hilfe von Sayid auf dem Frachter ankommt dank des Helikopters vom Forscherteam, erleidet er eine Bewußtseinsstörung, in der er immer wieder in seine Vergangenheit zurückgeworfen wird. Aber durch seine große Konstante Penelope wird er in sein reales Leben in einem Zeitraum wieder zurückgeholt. Ausgelöst wurde diese Bewußtseinsstörung wohl durch eine temporäre Schwelle zwischen der Insel und dem Frachter.
Jack wird immer mehr zum Alkoholiker, und versucht es mit Selbstmord. Sein einziger Wunsch ist es wieder auf die Insel zurückzukehren. Sayid ist für Ben als Attentäter tätig, was er doch auch nie wieder tun wollte. Hurley landet wieder in der Irrenanstalt weil er wieder Menschen sieht, die nicht existieren, oder bereits tot sind. Sun ist tieftraurig über den Tod von Jin, der auf dem Frachter starb als dort eine Bombe entdeckt wurde und es nicht rechtzeitig zum Helikopter schaffte.
Diese Rettung hat sich als im Winde zerschlagen, denn es gab nur 6, die von der Insel entkommen konnten. In der Presse nennt man sie die Oceanic Six. Sie haben jedoch lügen müssen, wie das alles wirklich passiert ist, schließlich wurde eine Kopie des Flugzeuges vom Flug 815 im Meer versenkt mit über 240 Leichen darin. Außerdem können sie nicht dafür sorgen, dass nach der Insel gesucht wird, denn alle anderen sind noch dort. In ihrer erlogenen Version haben nur diese 6 Personen den Absturz überlegt und sind dank Fischern auf der Insel Membata gerettet worden. Glück für sie, doch alle anderen sind, soweit sie noch leben, auf der Insel gestrandet. Die Insel würde diese wahrscheinlich auch niemals freiwillig hergeben.
In den letzten Szenen der vierten Staffel sieht man Ben mit Jack sprechen, in welcher Ben mitteilt, dass sie zurückkehren können, aber nur wenn alle 6 zurückkommen. Damit wird in der nächsten Staffel Kate wohl nicht einverstanden sein, schließlich war Claire, Jacks Schwester, in ihren Träumen erschienen. In diesem hat sie ihr gesagt, dass sie Aaron von der Insel fernhalten soll. Nachdem Claire verschwunden ist, hat Kate dessen Sohn Aaron aufgenommen, und ihn als ihren Sohn ausgegeben. Claire ist aus für mich unerklärlichen Gründen bei Jakob geblieben, und hat dafür Aaron einfach zurückgelassen.
Aber was soll das? Die 4. Staffel hat nur 14 Folgen, was natürlich auch sein Gutes hat. Man braucht für die gesamte vierte Staffel nur einen Tag, selbst einer an dem man arbeiten war, um die gesamte Staffel komplett zu sehen. Aber nachdem diese Staffel auch wieder so ein spannendes Ende hat, ist es wieder da, die Spannung auf die kommende 5. Staffel, die wohl aber nur noch 11 Folgen haben wird. Diese beiden Staffeln hätte man auch zu einer machen können.
Der Artikel wurde am 22.01.2009 von Stefan Kremz veröffentlicht.
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