Google stellt Dienste ein
In den Medien war das von mir schon länger Erwartete zu lesen. Google stellt seine Videosuchmaschine video.google ein. Trotz aller Behauptungen, dass dieser Schritt mit der Weltwirtschaftskrise zu tun hätte. Jedoch war mir dieser Schritt schon klar, seitdem Google Youtube übernommen hat. Die Suche und Speicherung von Videos ist eine sehr speicherintensive Sache. Die meisten Videos sind sowieso in den Festplatten von Youtube. Es ist auch nicht sehr lohnenswert sich selbst zu durchsuchen. So ein trauriges Suchverhalten wäre nur ein Suchverhalten von Microsoft`s Suchmaschine Live zuzutrauen.Die Festplatten können sie sicher besser einsetzen als Videos zu speichern, schließlich wird das Internet nicht kleiner. Meine nächste Befürchtung wird wohl auch bald Realität werden, was Youtube betrifft, schließlich hat Google schon vor einiger Zeit angekündigt, dass Youtube sich nun rentieren müsse, nach der ganzen Zeit, in der sie das System nun schon laufen sponsern. Man kann also davon ausgehen, dass man sich in Zeiten, in denen Adblocker in Browser immer häufiger werden, nicht zu Bannerwerbung entscheiden wird. Es wird wohl sicher viel nerviger werden, nämlich indem man sich immer erst Werbung ansehen muß, wenn man ein Video sehen möchte. Ich hoffe noch auf eine bessere Lösung, sonst fühlt man sich bald wie beim Fernsehn schauen, dem ich auch fast abgeschworen habe.
Auch eingestellt wird der Microblogging-Dienst Jaiku. Ich kenne mich zwar bei Google etwas aus, aber davon hatte ich bisher niemals etwas gehört. Lohnt sich denn so ein Blogdienst-Armee. Schließlich hat Google noch einen größeren kostenlosen Blogdienst, und als größten Konkurrenten steht immer noch Wordpress im Weg, der wohl auch nicht so leicht als OpenSource-Alternative aus dem Weg gehen wird. Vor allem soll Jaiku nie die Möglichkeiten geboten haben, wie es die anderen getan haben. Google ist jedoch bereit den Code Open Source zum Download anzubieten.
Die Katalogsuche fällt ebenfalls dem roten Stift zum Opfer. Aber auch da hat Google eine effizientere Lösung im System, die Shopping-Suche bietet die Suche nach einzelnen Artikeln, wenn auch teilweise noch recht fehlerhaft, wie ich in einem anderen Artikel in diesem Blog schrieb, als ich nach Blue-Ray-Playern suchte.
Auch das Socialbookmarkingsystem Dodgeball soll dem Programm entweichen. SocialBookmarks sind ja eine schöne Sache, aber muß denn wirklich jeder öffentlich wissen wie meine Bookmarks aussehen? Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass viele Menschen diese Systeme anstatt ihrer regulären Lesezeichen verwenden, welche die URL`s per Browser auf der clientseitigen Festplatte speichern. Ob del.icio.us oder Mister Wong, die Konkurrenz auf diesem Markt ist einfach groß, und nicht allzuschwer zu kopieren. Auf der letzten PHP-Zeitschrift-CD, die ich mir Ende Dezember kaufte waren auch einige OpenSource-SocialBookmark-Systeme enthalten, die man sich installieren konnte. Wenn das jeder kann, wozu sollte Google dann noch so etwas bereitstellen?
Die Anwendung Google Notebook ist offiziell auch auf der Liste, der Applikationen, die verschwinden wird, aber eigentlich werden die darin enthaltenen Programme nur in andere Programme innerhalb von Google ausgelagert.
Auf Grund der Weltwirtschaftskrise ist Google gezwungen 3 seiner 40 weltweiten Büros zu schließen. Es handelt sich um das schwedische, das norwegische und das texanische Büro. Bei Schweden und Texas habe ich mich nicht gewundert, denn das sind Gebiete, in denen Google nicht so stark genutzt wird. In Norwegen jedoch ist nach meiner Kenntnis Google trotz geringer Einwohnerzahl recht gut aufgebaut ist. Aber Google wird da schon seine Gründe haben. Die gesamte Mitarbeiterzahl, die sich zukünftig um einen neuen Arbeitsplatz kümmern muß, ist 70.
Der Artikel wurde am 24.01.2009 von Stefan Kremz veröffentlicht.
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